ARES
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Der Künstler Ares Yannakopoulos hat sich auf die Suche begeben – die Suche nach dem eigenen inneren Gleichgewicht. Aufgewachsen in einem kosmopolitischen Umfeld, der Vater kommt aus Griechenland, die Mutter aus München, gelebt hat die Familie in Zürich, vereinigt Ares Yannakopoulos viele kulturelle Einflüsse in der eigenen Person und während er anfangs einen eher konventionellen Weg als Jurist einschlug, brach er vor einigen Jahren aus den Zwängen seines Lebens aus und wendete sich der Fotografie zu.
Als Fotograf arbeitet er mit höchster technischer Perfektion. Ihn interessieren die Linien, die einem Bild die Struktur verleihen. So widmet er sich zum Beispiel der Abbildung von Architektur in gekonnter Weise so, wie es Architekten selbst tun – er reduziert Gebäude auf die architektonische Substanz, das Foto wird konsequent auf die dem Gebäude innewohnenden Linien und Schattierungen heruntergebrochen, so, als sei es gerade gezeichnet worden. Passanten, angelehnte Fahrräder, Mülleimer – alle Einflüsse von außen – werden ausgeblendet. Zurück bleibt ein aus dem Kontext genommenes Gebäude, das für sich steht. So kann sich der Betrachter zum Beispiel ausnahmsweise mal der Feldherrnhalle in all ihrer architektonischen Schönheit zuwenden, ohne zwangsläufig die wechselhafte Historie des Gebäudes mit einzubeziehen. Ares Yannakopoulos befreit dadurch Gebäude von ihrer geschichtsträchtigen Konnotation.
Ebenso wie sich Ares Yannakopoulos für klare Linienführungen stark macht, interessieren ihn auch Gesetzmäßigkeiten in der Natur. Aufnahmen von Feuer oder Wasser spiegelt er in kaleidoskopischer Art, wodurch kreisförmige oder schneckenartige Motive entstehen, die in all ihrer Gesetzmäßigkeit doch stets etwas Neues erschaffen, zum Beispiel Gesichter entstehen lassen. Damit schafft der Künstler eine gelungene Reflektion der Chaostheorie, die er geschickt in die Kunst integriert. Die Heisenbergsche Unschärferelation besagt, dass bei aller Gesetzmäßigkeit in der Wiederholung sich irgendwann ein neues anderes Bild ergibt, was die Verlässlichkeit von Voraussagen ad absurdum führt.
Aber der Künstler feiert nicht das Chaos, sondern die Ordnung. Seine Landschaftsbilder zeigen die Natur in all ihrer Schönheit, häufig mit dem Horizont als klarer Linie. Der Horizont markiert aber nicht das Ungewisse, das sich hinter dem Horizont ergeben könnte, sondern vielmehr die Sicherheit und Ruhe, die sich vor dem Horizont befindet. Ares Yannakopoulos möchte den Blick schweifen lassen, die Möglichkeit sehen, dem Horizont wie einem Ziel zu folgen, aber in aller Gelassenheit. Dabei achtet er stets auf den Goldenen Schnitt, dem Grundprinzip der Ästhetik. Und auch hier folgt er der natürlich gegebenen Ordnung der Dinge. Ares Yannakopoulos hat sich auf die Suche nach dem inneren Gleichgewicht begeben und dokumentiert diese Suche mit brillanten Fotos voller Harmonie.