Moritz Thoma
Biographie
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Die gemalten Köpfe des jungen Malers erschöpfen sich nicht im Portrait. Vielmehr blickt er hinter die Fassade, versucht der nackten Wahrheit nahezukommen und so die Individualität jedes Einzelnen zu erfassen und zu würdigen.

Seine intuitive Malweise wendet sich von der bloßen Darstellung ihres Subjekts ab. Die expressiv aufgetragene Ölfarbe formt sich zu einem Gesicht. Moritz Thoma lässt sich von Emotionen leiten, der Andere wird zur Projektionsfläche eigener Wahrnehmung.

So nähert er sich dem Geheimnis seines Gegenübers, ohne es jemals zu lüften. Am Ende entstehen Geschöpfe von zarter Schönheit und Zerbrechlichkeit. Und doch bleibt der Andere stets Objekt, der Kopf eine Form. Der Schleier, hinter den wir blicken, vielleicht nur Illusion.

Die Gemälde von Moritz Thoma werfen den Betrachter auf existentielle Fragen zurück und gehen unter die Haut. Die Köpfe des Moritz Thoma sind mehr als nur Portraits – sie erwecken beim Betrachter das Interesse an den Geschichten hinter dem Gesicht.